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Ashokas Auswahlkriterien

Folgende Kriterien sind das Herzstück unseres Auswahlverfahrens:

Die innovative Idee/das innovative Konzept

Hat der Kandidat ein grundlegend neues Konzept, wie ein gesellschaftlich drängendes Problem zu lösen ist? Was unterscheidet seinen Ansatz von der Herangehensweise anderer? Hat sein Konzept das Potenzial, umfassenden gesellschaftlichen Wandel zu bewirken? Ist die ursprüngliche Idee von ihm, bzw. was ist das Besondere an seiner Methode, das bisherigen Ansätzen fehlte, um nachhaltige Veränderung zu erzeugen?

Kreativität und Innovationsfreude

Wie kreativ und originell ist der Kandidat, was Idee und Zielsetzung als auch Problemlösungsansätze angeht? Wie flexibel und einfallsreich geht er mit organisatorischen und politischen Chancen und Hindernissen um?

Unternehmerischer Geist

Ist der Kandidat so sehr von seinem Vorhaben überzeugt, so "besessen", dass er für die Verwirklichung bereit ist, "alles stehen und liegen zu lassen"? Hat er die zur Umsetzung nötigen Schritte und Details durchdacht? Wie kann die Idee gesamtgesellschaftlich ausgeweitet werden? Wie lassen sich Einzelaspekte ineinander fügen, so dass ein Gesamterfolg entsteht?

Hohe gesellschaftliche Auswirkung

Wie wahrscheinlich ist es, dass der Ansatz des Kandidaten zur Lösung eines gesellschaftlichen Problems beiträgt? Ist das Projekt so praktikabel, dass es auf breiter Basis umgesetzt werden kann? Wenn ja, wie viele Menschen werden in das Projekt eingebunden, wie viele werden davon profitieren und in welcher Weise werden sie davon profitieren?

Integrität und Vertrauenswürdigkeit

Ist der Kandidat interessiert am offenen Austausch mit anderen? Was ist seine Motivation? Warum tut er, was er tut? Ashoka nimmt niemanden in die Fellowship auf, der Gewalt anwendet oder verherrlicht, der rassistisches oder anderes diskriminierendes Gedankengut pflegt, der ideologische Züge trägt oder ethisch zweifelhafte Ziele verfolgt.

In welchem Feld ein Kandidat tätig ist, spielt keine Rolle; jedoch muss das Anliegen gesellschaftlicher Natur sein. Allerdings kann Ashoka Deutschland nur Menschen fördern, deren Projekte auf die Beseitung eines hiesigen gesellschaftlichen Problems abzielen. Die meisten Fellows sind in Gebieten wie Menschenrechte, Gesundheit, Bildung, Armut, Jugend, Integrationsarbeit sowie technologische und gesellschaftliche Entwicklung tätig.

Aufbauend auf diesen Grundsätzen unterstützt Ashoka daher keine Personen:

  • die ein Einzelprojekt, etwa eine neue Schule oder ein Begegnungszentrum, aufbauen. Wir unterstützen die Person nur unter der Voraussetzung, dass der Bau der Schule oder des Begegnungszentrums Teil eines größeren Planes ist, der beispielsweise das Schul- oder Gemeindesystem reformieren soll.
  • deren Idee noch im reinen "Garagenstadium“ ist. Ein erfolgreiches Pilotprojekt, möglichst sogar mit erster Ausbreitung, ist für uns wichtig als Beweis für unternehmerisches Denken und Handeln. Die meisten unserer Fellows beschäftigen sich schon seit Jahren mit ihrem Thema – es läuft wie ein roter Faden durch ihre Biographie – und sehen ihr Vorhaben als Lebensaufgabe an.
  • deren Projekte lokal beschränkt sind oder deren Ausdehnung oder Replizierung vom Projektinitiator selbst nicht aktiv vorangetrieben wird.
  • die auch in Zukunft nur einen Teil ihrer Arbeitszeit der Umsetzung und Verbreitung des Projektes widmen wollen.
  • bei deren Projekt es sich um eine technologische Innovation ohne soziale Tragweite handelt.
  • deren Projekt auf eine kleine, gesellschaftliche Gruppe beschränkt ist oder deren gesamtgesellschaftliche Auswirkungen nicht messbar sind.