Dr. Andreas Heinecke

Dr. Andreas Heinecke ist im November 2005 als erster Ashoka Fellow in Westeuropa in das Ashoka Netzwerk aufgenommen worden.
Andreas Heinecke's Hintergrund ist relevant für das Verständnis seiner Arbeit: Er stammt aus einer Familie, deren jüdische Mitglieder im 2. Weltkrieg ermordet wurden, während andere Verwandte Mitläufer der Nazis waren. Das Unbegreifliche fassen zu suchend fing Heinecke schon in jungen Jahren an, sich mit Ursachen von Ausgrenzung, Diskriminierung und Vernichtung zu beschäftigen. Nach dem Studium arbeitete er bei der Blindenanstalt, die er in ein modernes Dienstleistungszentrum für blinde Menschen umwandelte. Nachdem er jahrelang federführend die Entwicklung neuer elektronischer Hilfsmittel für Behinderte vorangetrieben hatte, merkte er, dass die entscheidende Barriere für Chancengleichheit in den Köpfen der Menschen liegt: Vorurteile und Ängste verhindern Begegnung und Austausch mit Menschen, die "anders" sind. Heineckes Antwort darauf: Die Ausstellung "Dialog im Dunkeln" – eine Plattform, auf der Sehende in Dunkelheit eintauchen und von Blinden lernen, neu zu sehen. "Dialog im Dunkeln" stellt ein einzigartiges System der Integrationsarbeit dar, das Überwindung von Vorurteilen möglich macht, Mitleid vermeidet, Potenziale erschließt (die Behinderten stehen mit ihren Fähigkeiten im Vordergrund) und somit benachteiligte Gruppen wieder einen Platz in der Gesellschaft gibt. Mehr als 4 Millionen Besucher in 17 Ländern haben den "Dialog" besucht, 4000 blinde Menschen sind dort beschäftigt gewesen.
Webseite: www.dialog-im-dunkeln.de
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