Katja Urbatsch

In Deutschland nehmen Abiturienten mit nicht-akademischer Herkunft im Vergleich mit Abiturienten aus Akademikerfamilien nur halb so oft ein Hochschulstudium auf – bei identischer Qualifikation. Katja Urbatsch zielt mit ArbeiterKind.de auf die wichtigsten Hemmnisse dieser systematischen Bildungsungerechtigkeit, die oft in den Familien selbst liegen: Annahmen über finanzielle Hindernisse, mangelndes Selbstvertrauen und ein oft geringes Ansehen des Studiums selbst. ArbeiterKind.de gibt der Gruppe erstmals eine positive Identität, und liefert Informationen über Karriereoptionen, Finanzierungsmöglichkeiten, praktische Hilfe fürs wissenschaftliche Arbeiten und viele weitere, wichtige Einblicke und Argumentationshilfen für ein Studium. Darüber hinaus erleichtert ein bundesweites Netzwerk von studentischen Mentoren mit kostenloser Beratung, lokalen Stammtischen und Ortsgruppen die fehlende Orientierung vor und während des Studiums und ersetzt somit nicht existente soziale Kontakte im akademischen Umfeld. Zunächst entstanden als überraschend erfolgreiches Modellprojekt in Gießen, verbreitet Katja das Konzept inzwischen an über 70 Standorten bundesweit.
Zur Webseite: www.arbeiterkind.de
Videoportrait von Katja Urbatsch






