Schwerpunkt Finanzierung | 1. Herausforderung

1. Sozialunternehmer verdienen Finanzierungen, auch wenn sie sich (noch) nicht selbst finanzieren

Soziale Innovationen schaffen - wie das Wort sagt - etwas Neues. Wie fast alle Innovationen lohnen sie sich nicht von Anfang an, weil sie ihren Markt erst finden oder selbst bauen müssen. Daher brauchen sie Investitionen. Ihr Erfolg drückt sich aber meist nicht in Gewinnen aus, weil die Zielgruppe nicht zahlen kann oder weil statt Einzelnen die ganze Gesellschaft profitiert - aber ebenfalls nicht direkt zahlt. Ob und wann sich eine soziale Lösung aus eigenen Einnahmen trägt, ist von dem Problem abhängig, das sie löst. Und diese Einnahmen können unterschiedlich aussehen: von Gebühren über staatliche Aufträge über Bezahlung in Form von Spenden. Sozialunternehmer lassen sich nur über einen Kamm scheren: Sie schaffen Wert (oder sparen Folgekosten) als sie kosten. Sie sind kein Reparaturbetrieb, sondern hoch produktive Entwicklungsabteilung der Gesellschaft. Und dafür verdienen sie von einer klugen Gesellschaft ein großes Spektrum an Wachstumsfinanzierungen.

Was wir schon geschafft haben

  • Wirkungsanalysen für alle Ashoka Fellows vorgelegt: Millionen an zukünftigen Kosten könnten gespart werden (Übersicht der aktuellen Wirkungsanalysen hier)
  • Ashoka Support Network und weitere Partnerschaften aufgebaut, um die Frühphasenförderung zu finanzieren

Was noch zu tun ist

  • Statt nur Anschubfinanzierung wird Wachstumsfinanzierung entlang des gesamten Lebenszyklus gebraucht
  • Sozialunternehmer könnten statt eigener Kosten den Wert ihrer Arbeit beziffern und kreativer von denen einfordern, die von diesem Wert direkt oder indirekt profitieren