Schwerpunkt Finanzierung | 2. Herausforderung

2. Die gute Nachricht: Es gibt nicht zu wenig Geld. Die schlechte: Aber zu viele Probleme damit.

Jährlich werden gewaltige Summen gespendet und durch Zuschüsse vergeben. Dieses vermeintlich "kostenlose" Geld ist aber bei weitem nicht so nützlich, wie es sein könnte. Erstens sind die Gelder meist an Kosten und nicht an dem Wert der Wirkung orientiert - mit der Folge, dass Sozialunternehmer keine Mittel zum Wachstum nutzen können. Zweitens kommt das Geld oft mit enger Zweckbindung und ohne Folgeperspektive, so dass neue Sozialunternehmer gezwungen werden, die Mittel für Vorhaben zu verwenden, die keine unternehmerische Perspektive haben. Und drittens sind Einwerbe- und Berichtsaufwand oft so hoch, dass sich Sozialunternehmer nur einen Bruchteil des Geldes tatsächlich für ihre Wirkung verwenden können.

 

Was wir schon geschafft haben

  • KfW-Initiative zur Wachstumsfinanzierung von Sozialunternehmern an den Markt gebracht (Mehr Informationen im Merkblatt der KfW sowie in einem aktuellen NpoR-Artikel)
  • Mit Ashoka IO (Impact Opportunities) eine Spender- und Investorengruppe gestartet (Teilnahme bisher beschränkt auf das Ashoka Support Network)

Was noch zu tun ist

  • Insbesondere Spender und Öffentliche Hand können die Zweckbindungen ihrer Mittel überprüfen und reduzieren
  • Sozialunternehmer können einheitlich statt für jeden Geldgeber unterschiedlich berichten (Social Reporting Standard)
  • Alle Geldgeber können Perspektiven für die Anschlussfinanzierung mitdenken und aufbauen