Schwerpunkt Finanzierung | 3. Herausforderung

3. Geldgeber leben auf unterschiedlichen Planeten. Sozialunternehmer brauchen aber das ganze Spektrum von Finanzierungen.

Privatspender, Stiftungen, soziale Investoren und öffentliche Hand leben auf komplett unterschiedlichen Planeten - mit unterschiedlichen Erwartungen an die Wirtschaftlichkeit (für manche soll sie gegeben sein, für andere ist sie Ausschlusskriterium), an die Rückzahlung (Spender erwarten -100%, soziale Investoren oft 5%-10%) und an die Berichterstattung. Sozialunternehmer bräuchten eigentlich einen Geschäftsführer für jeden Geldgeber. Die große Chance besteht in der Kombination von Geldgebern, beispielsweise um Spenden als Bürgschaften zu nutzen und damit ein Vielfaches an Darlehen zu ermöglichen, denn viele Sozialunternehmer könnten zusätzlich zu nicht rückzahlbaren Mitteln auch rückzahlbare Wachstumsfinanzierungen annehmen. Dieser Schritt scheitert jedoch bislang an mangelnden Angeboten, vor allem aber an einem Mangel an Kompetenzen sowohl bei Sozialunternehmern als auch bei Geldgebern, die das miteinander ermöglichen könnten.

 

Was wir schon geschafft haben

  • Durch Ashoka-Partnernetzwerk, Multistakeholderkonferenz und zahlreiche andere Veranstaltungen Geldgeber unterschiedlicher Sektoren miteinander verbunden
  • Durch nationale und internationale (Globalizer) Fellowship-Programme und mit pro-bono-Partnern zahlreiche Fellows auf Wachstumsfinanzierungen vorbereitet

 

Was noch zu tun ist

  • Statt allein zu handeln oder sich gar auszuschließen, könnten
    Geldgeber zunehmend in Kooperationen finanzieren: in Kombination
    von rückzahlbaren und nicht rückzahlbaren Instrumenten
  • Soziale Investoren dürfen nicht darauf warten, dass
    Sozialunternehmer "bereit" sind, sondern müssen mithelfen,
    sie auf rückzahlbare Finanzierungen vorzubereiten
  • Jenseits der etablierten Geldgeber können neue Gruppen wie
    Kleinspender, Gründungsförderer, Banken oder kommerzielle
    Wachstumsfinanzierer Rollen für sich entdecken