Ashoka Sozialunternehmerkonferenz „Finanzierung neu denken“

  
Alle Bilder der Veranstaltung - Danke an unseren Fotografen und Storyteller in Residence Christian Klant - können Sie hier abrufen.

Werfen Sie hier einen Blick in das Konferenz-Booklet "Finanzierung neu denken" und erfahren Sie mehr über zentrale Gedanken zur Finanzierung sozialer Innovation, verbreitete Vorurteile und Wege, wie man diese abbauen kann.

 

"Die 1 Milliarde Euro Frage: Wie Spenden das Wachstum guter Ideen ermöglichen" – Förderer und Investoren schmieden Finanzierungspartnerschaften für soziale Innovationen.

München, 6.11.2012. Von jetzt bis Weihnachten erreicht soziale Organisationen schätzungsweise ein Drittel des jährlichen Spendenvolumens von drei Milliarden Euro. Was sich vor der spendablen Jahreszeit immer mehr Menschen fragen: Wie kann mein Engagement zum Wachstum guter, neuer Ideen im sozialen Sektor beitragen?

Im Münchener HVB-Forum trafen sich auf Einladung von Ashoka am Nachmittag 150 Experten aus Stiftungen, Banken, Fonds und Öffentlicher Hand und entwarfen ein neues Bild der Finanzierung innovativer sozialer Projekte. Denn mit der Etablierung von immer mehr Sozialunternehmern in Deutschland kommen zu der traditionellen Spendenfinanzierung auch unternehmerische Finanzierungen wie Darlehen und Eigenkapital als Instrumente hinzu. Sozialsektor und Finanzsektor finden in einer neuen Disziplin zusammen, der Wachstumsfinanzierung von Sozialunternehmen.

„Statt auf der einen Seite mit maximalem Gewinn zu investieren und auf der anderen Seite einen Teil davon zu spenden, lernen wir jetzt, beides zusammen zu denken", illustrierte Ashoka-Hauptgeschäftsführer Felix Oldenburg die Aufgabe. Weitere Impulsgeber wie Prof. Dr. Dr. Ann-Kristin Achleitner (TU München), Dr. Hans Fleisch (Bundesverband Deutscher Stiftungen) und Claire Bortfeldt (Bundesministerium für (Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend) beschrieben die Chancen, aber auch die Konflikte, die zwischen verschiedenen Geldgebern noch lauern. Das Ergebnis des Nachmittags: Spender und Investoren müssen umdenken, wenn sie ihre Finanzierungen zum Wohle der sozialen Organisationen kombinieren wollen.

Erste Beispiele neuer Finanzierungspartnerschaften gibt es bereits: Ein Jugendhilfe-Projekt aus Wuppertal wird von Privatpersonen finanziert, die ihre Spenden als Sicherheit für einen Bankkredit einsetzen, der wiederum öffentliche Zuwendungen vorfinanziert. So wird ein Wachstumsschritt in eine neue Stadt ermöglicht, den keiner der Finanziers allein schaffen konnte. Bis Ende 2013 möchte Ashoka zehn weitere solche Finanzierungspartnerschaften entwickeln. Sie könnten auch den Sozialunternehmern zugutekommen, die abends mit 500 geladenen Gästen feierlich in das Netzwerk aufgenommen wurden.

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